Siegel – konkret

Wie geht es weiter, wenn der Lizenzvertrag unterzeichnet ist? Wie werden die Steine tatsächlich gekennzeichnet? Und wie sieht das Siegel überhaupt aus?



Dokument-Kopien des Lizenznehmers:

Für die eindeutige Zuordnung eines jeden Siegels zum individuellen Stein benötigt XertifiX eine Reihe von Daten. Hierunter fallen die Kopien von Original-Unterlagen, aus denen folgende Informationen hervorgehen:


  • Angaben über den indischen Handelspartner (Exporteur)

  • die Farbe/den Namen des Steins mit den Maßen, der Menge und den Kosten des Materials

  • die Container-Nummer und ggf. die Kisten-Anzahl sowie die Menge pro Kiste (bei lose verladener Ware)


Die Daten sind aus folgenden Dokumenten ersichtlich: Invoice, Packing List, Loading List, Bill of Loading



Zeitpunkt der Siegel-Vergabe und Anbringung:

Diese Informationen können erst an XertifiX herausgegeben werden, wenn sich die Ware bereits bei der Verschiffung befindet. Bis die Steine den Lizenznehmer erreichen dauert es mindestens 6 Wochen. In dieser Zeit erhält der Importeur die Siegel. Das heißt, die Lizenzen gehen direkt an das Haus des Lizenznehmers und werden nicht in Indien angebracht. XertifiX hat sich zu diesem Vorgehen entschlossen, weil nicht alle Endkunden einen Siegel-Aufkleber auf den bezogenen Steinen wünschen. Dementsprechend geben wir die Siegel an die Lizenznehmer weiter, die diese dann entweder an ihre Kunden aushändigen, oder aber im Falle von Kisten-Ware an diese direkt anbringen.



Kontrolle in Europa:

Hier könnte der Einwand vorgebracht werden, dass XertifiX bei dieser Vorgehensweise völlig der Ehrlichkeit des Lizenznehmers ausgeliefert ist, da dieser die Aufkleber-Siegel überall anbringen könnte. Dies wäre zwar möglich, aber damit geht „der Betrüger“ das Risiko ein, dass der Kunde bei uns nachfragt, ob denn sein Stein tatsächlich lizenziert ist und damit den Betrug aufdeckt. Außerdem führt auch das XertifiX-Team stichprobenartig Kontrollen bei den lizenzierten Unternehmen durch.



Siegel-Arten:

Je nach Bestellung des Import-Unternehmens stellt XertifiX drei verschiedene Siegel aus:

Sobald der Lizenznehmer die erste gesiegelte Ware erhalten hat, bekommt er


  1. ein allgemeines Siegel in Form einer Urkunde. Diese zeichnet ihn als XertifiX-Lizenznehmer aus, besagt aber auch, dass jede Lieferung gesondert zertifiziert wird. Für diese einzelnen Zertifizierungen der jeweiligen Bestellungen kommen zwei verschiedene Siegel in Frage:

  2. Dokumenten-Siegel: Lose Ware (z.B. Pflastersteine), die per Container nach Europa verschifft wird, kann nur je Container zertifiziert werden. Das bedeutet, dass ein Dokument Auskunft über Material und Container-Nummer gibt, das im Original an den Lizenznehmer geht und als Kopie der Rechnung an den Endkunden beigefügt wird. Da in der XertifiX-Datenbank alle Informationen zum jeweiligen Material mit bestimmter Container-Nummer geführt werden, kann sich der Endkunde bei uns rückversichern.

  3. Aufkleber-Siegel: Die Labels in Aufkleberform sind ca. 2 auf 4 cm groß, wetterfest und bei Ablösung selbstzerstörend. Der Druck besteht aus dem XertifiX-Logo und einer Seriennummer. Auch das Aufkleber-Siegel soll dem Endkunden mit der Rechnung des lizenzierten Unternehmens zukommen. Es besteht ebenfalls die Möglichkeit für den Kunden, die Lizenzierung durch die Seriennummer bei XertifiX zurück zu verfolgen.