Kinder- und Sklavenarbeit in indischen Steinbrüchen

168 Millionen Kinder unter 15 Jahren arbeiten, 85 Millionen dieser Kinder unter ausbeuterischen Bedingungen. Diese Zahlen nennt die Internationale Arbeitsorganisation in Genf (International Labour Organisation – ILO) in ihrem Bericht „Marking progress against child labour“ im Jahr 2013.

Die ILO unterscheidet zwischen verschiedenen Formen der Arbeit: Zwischen leichter und geeigneter Arbeit auf der einen und ausbeuterischer Kinderarbeit auf der anderen Seite. Ausbeuterische Kinderarbeit sind alle Formen von Zwangsarbeit, Schuldknechtschaft, Leibeigenschaft und Sklaverei, Missbrauch von Kindern zum Beispiel bei der Prostitution, Pornografie, beim Drogenhandel und alle anderen Arbeiten, die Gesundheit, Sicherheit oder Moral von Kindern gefährden. Ausbeuterische Kinderarbeit ist international verboten. 180 Staaten (Stand Okt. 2015) haben die Konvention der ILO Nr. 182 gegen die schlimmsten Formen der Kinderarbeit ratifiziert.

3 thoughts on “Kinder- und Sklavenarbeit in indischen Steinbrüchen

  1. Nordischer Typ

    211 Millionen Kinder…. eine unglaubliche Zahl…. aber wir müssen uns doch alle selber an die Nase fassen. Würden wir nicht eine Jeans für 10 Euro haben wollen… oder die vielen anderen Produkte die Kinder im Ausland für uns „erarbeiten“ müssen… würden die Reichen nicht so billig kaufen wollen, würde diese Ausbeute doch garnicht stattfinden. Andererseits frage ich mich auch, was diese Kinder machen würden wenn sie nicht für einen Hungerlohn arbeiten würden ? Verhungern ? Wie sieht es mit den Kindern unseres Landes denn so aus ? Man liest und hört immer viel vom Ausland… doch wie ist es mit unseren Kindern?

  2. J.Vans

    @zu oberem Kommentar:
    es wird in letzter Zeit viel über eine mögliche Rückkehr von Kinderarbeit durch Steigerung der Armut in Europa philosophiert.
    In Deutschland ist in der Politik der meistverwendeste Begriff Wachstum oder steigender Export. Wie dieses Wachstum aber entstanden ist, wird wenig hinterfragt. Sklaven- und Kinderarbeit , Menschenrechte, Gesundheitsschutz und letztlich die Umwelt leidet unter dieser progressiven Wachstumspolitik.
    Hingegen entstehen in Europa nur noch Arbeitsplätze im Niedriglohnsektor. Der Kreislauf der Armut schließt sich. Doch die Managergehälter steigen ins Unermeßliche. Wer also ist der Gewinner durch die Wachstumspolitik?

  3. anonym

    @zum Obersten Kommentar
    Wenn wir die Jeans für 10 € nicht kaufen würden und alle nur noch made in Germany kaufen würden, würden die kinder dort ihren Job verlieren und verhungern. Kaufen wir die Jeans, bekommen sie von den 10€ gerade mal 10 Cent und müssen noch mehr arbeiten. Es ist ein Teufelskreis.
    @J. Vans Kommentar
    Ich bin selber erst 14 und bin echt erstaunt was in der Geschichte der oft getragenen Klamotten steckt. Wir nehmen das Thema in Erdkunde durch ( Gymnasium Klasse 8). Viele Kinder wissen gar nichts von all den schlimmen Herstellungsprobleme, weil sie nicht aufgeklärt wurden. Viele Leute achten darauf, dass sie made in germany Klamotten kaufen, aber dem Großteil ist das egal. Made in China kostet nicht viel, denken sie.

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