NRW: Bestattungsgesetz verbietet Grabsteine aus Kinderarbeit

Grabsteine (2)Das neue Bestattungsgesetz in NRW verbietet Grabsteine aus Kinderarbeit. Grabsteine aus Ländern mit Kinderarbeit dürfen künftig nur mit einem Siegel von einer anerkannten Zertifizierungsstelle aufgestellt werden. Die Anerkennung der Zertifizierungsstellen wird von newtrade nrw, dem Büro für nachhaltige Beschaffung, übernommen. Das Gesetz tritt im Oktober in Kraft, die Regelung zur Vermeidung ausbeuterischer Kinderarbeit im Mai 2015.

Siehe: Bestattungsgesetz NRW

2 thoughts on “NRW: Bestattungsgesetz verbietet Grabsteine aus Kinderarbeit

  1. Thomas Bracht

    Der in der Meldung angegebene Link „Bestattungsgesetz NRW“ (Entwurf vom 25.04.2013) gibt nicht den aktuellen Stand wieder. Der damalige Gesetzentwurf enthält in § 4 eine Formulierung, die es den Friedhofsträgern überlässt, in ihren Satzungen Grabsteine und Grabeinfassungen aus ausbeuterischer Kinderarbeit zu verbieten – so wie es in anderen Bundesländern auch geregelt ist. Die letztlich verabschiedete Fassung verbietet aber die Aufstellung der betreffenden Grabsteine per Gesetz (!), d. h. die Friedhofsträger haben keinen Entscheidungsspielraum. Die Änderung geht auf eine Beschlussempfehlung des Ausschusses für Arbeit, Gesundheit und Soziales zurück, der damit vor allem die im Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes vom Oktober 2013 gesetzten Vorgaben erfüllen will.

    Diese weitgehende Regelung des Landes Nordrhein-Westfalen ist m. W. bislang ohne Vorbild.

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