IG BAU fordert konsequenten Kampf gegen Kinderarbeit in Steinbrüchen

Anlässlich des Weltkindertags hat die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt an die Kommunen in Deutschland appelliert, beim Kauf von Natursteinen stärker auf die Herkunft der Materialien zu achten. Selbstauskünfte der Hersteller reichen hier einfach nicht aus. Nur mit einem unabhängigen Gütesiegel können die Kommunen auf Nummer sicher gehen.
Hintergrund der Forderung: In vielen – insbesondere indischen – Steinbrüchen werden Kinder unter sklavenähnlichen Zuständen ausgebeutet. Und die dort hergestellten Natursteine werden anschließend auf deutschen Baustellen verarbeitet. Damit soll nun Schluss sein, meint die Baugewerkschaft. Kinderarbeit ist, so die IG BAU, nach wie vor ein weltweites Problem. Nach Schätzungen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) werden weltweit 215 Millionen Kinder zwischen fünf und 14 Jahren als „Kinderarbeiter“ ausgebeutet. Steine aus Kinderarbeit seien in Deutschland zwar konkurrenzlos billig. Aber der Preis dürfe nicht das einzige Kriterium bei der Auftragsvergabe sein.

siehe unter anderem: News aus der Metropolregion Rhein-Neckar

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