Bonn: Grabsteine ohne ausbeuterische Kinderarbeit

In Bonn wird heute ein Flyer zum Thema Grabsteine ohne ausbeuterische Kinderarbeit vorgestellt. Darin wird auf die besondere Kompetenz der Fachbetriebe hinsichtlich einer Beratung zur Vermeidung ausbeuterischer Kinderarbeit hingewiesen. Im Vordergrund steht die Beratung über vielfältige Bearbeitungsmöglichkeiten von Natursteinen aus der Region zur Vermeidung weiter Transportwege oder über die Möglichkeit einer Zertifizierung importierter Steine.

Beteiligte: Stadt Bonn; Bildhauer- und Steinmetzinnung Bonn-Rhein-Sieg-Oberbergischer Kreis, Earthlink

Flyer Aktiv gegen Kinderarbeit [PDF, 207 KB]

One thought on “Bonn: Grabsteine ohne ausbeuterische Kinderarbeit

  1. Christoph Gabriel, Steinbildhauer

    Trotz der lobenswerten und unterstützungswürdigen Initiative bleibt für mich die Grundfrage unbeantwortet, wie die unter dem Absatz „Ursachen ausbeuterischer Kinderarbeit“ beschriebenen Menschen bis zu einer strukturellen Veränderung ihr Überleben sichern sollen. Abgesehen davon, dass es für den niedergelassenen Steinmetz schwierig sein dürfte, in jedem Einzelfall die kinderarbeitsfreie Herkunft seines Materials oder seiner Produkte nachzuweisen, werden sich nicht wenige der Steinmetze, die sich – oft nur noch Händler – einen ruinösen Preiskampf mit Industrie-Grabmalen liefern, selber als in einem „Überlebenskampf“ befindlich begreifen. Eine schnell umzusetzende, sichere und saubere Lösung – zumindest für die noch selbst gestaltenden Steinmetzbetriebe – scheint tatsächlich die ausschließliche Verwendung einheimischer und europäischer Materialien zu sein.

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